DEINE INNEREN STIMMEN

Aktualisiert: 3. Okt. 2021

"WER BIN ICH - UND WENN JA, WIE VIELE?" (R.D. Precht)

Gelber Kopf, innere Stimmen, Brain
Deine inneren Stimmen | ARDOR

Eines vorweg, wir alle haben mehr als nur eine Stimme im Kopf. Damit meine ich nicht diagnostizierte psychische Leiden, sondern einfach nur Stimmen, die sich nicht immer einig sind. Meistens hören wir nur die Lauteste, oder die, die gerade die bequemste und einfachste Ansicht auf die Dinge hat.

 

Geht es aber zum Beispiel um Entscheidungen, und das können Entscheidungen von grossem Ausmass sein, oder aber eine scheinbar kleinere, die dafür eine Kettenreaktion auslösen kann, melden sich gern verschiedene Stimmen im Kopf.


Das Bild vom Engelchen und Teufelchen, die jeweils auf einer Schulterseite sitzen und sich darum zanken, wer nun Recht hat, kennen wir wahrscheinlich alle.


Das kann anstrengend und ermüdend sein. Es lenkt ab von dem, was im Moment gerade geschieht und du beginnst, nicht mehr im Jetzt zu leben, sondern malst dir jede erdenkliche Situation aus.


Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.


Die Gedanken drehen sich im Kreis, du schläfst schlecht ein, wachst platt auf, wirst unaufmerksam bei der Arbeit oder im Alltag und hast langsam das Gefühl ein wenig irrsinnig zu werden. Wenn noch andere äussere, oder innere, Komplikationen erschwerend hinzukommen, kann es unter Umständen bis zur Depression führen.

 

Was hilft nun?


Gib deinen inneren Stimmen Raum! Lass sie nacheinander sprechen und finde heraus, wer sich da alles einmischt. Oder konsultiere einen Coach, der dir dabei hilft, die Gedanken auszusortieren und Klarheit zu finden.


Schreib auf, wer sich zum Thema meldet. Ist es deine Angst, die dir sagt, dass du es nicht riskieren sollst? Ist es deine Zweiflerin, die meint, dass es vielleicht Zuviel ist für dich? Oder ist es deine Selbstliebe, die dich fragt, ob du das wirklich von Herzen möchtest?


Jede Stimme soll gehört werden, auch die leiseste. So schaffst du dir eine Übersicht vom Chaos im Kopf. Du wirst sehen, die Gedanken zu sortieren kann bereits sehr befreiend sein.

 

Dein Bauchgefühl kennt die Lösung. Fühl dich in jede Stimme hinein, was sagt dein Herz, dein Bauch?


Vielleicht ist deine Erkenntnis, dass es noch Zeit braucht, um entscheiden zu können. Vielleicht hat sich aber auch eine Lösung herauskristallisiert. Vielleicht merkst du, dass du im falschen Wald gesucht hast und einen anderen Weg einschlagen möchtest.


So oder so, schreib deine Gedanken, deine Stimmen auf. Und wenn es dir Spass macht, such dir einen ruhigen Platz und sprich laut aus, was sie zu sagen haben. Lass sie miteinander diskutieren und finde heraus was passiert.

 

Ich wünsche dir viel Spass beim Ausprobieren. Und falls du auf deinem Weg Unterstützung möchtest, melde dich bei mir.


Herzlichst,


Pascale



















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